Jan-Harpstedt - Lok 222 & die "Neue Arbeit"


Ich suche Spender:

Schön aussehen tue ich ja schon - siehe Foto - aber um mein Innenleben ist es noch schlecht bestellt. Mein altes Herz - pardon: Motor - will überhaupt nicht mehr und ich brauche ein Transplantat, also eine Ersatzmaschine und auch ein neues Getriebe. Das ist leider nicht ganz billig: bis zu 10.000 EUR könnten wir brauchen.
Aber bevor Sie in die Tasche greifen, möchte ich erst einmal noch mehr über mich erzählen. … Interessiert: HIER und HIER finden Sie mehr Informationen.
Übrigens: Wenn Sie 100 EUR spenden, bekommen Sie eine Urkunde; wenn Sie 1000 EUR spenden, gibt's ein Lokschild in Aluguss.
Bankverbindung (Stichwort: Lok 222): Volksbank Wildeshauser Geest eG, BLZ 280 662 14, Kto. 48 102 903 00

 

 


Zwei Tage später wird sie schon mal bewegt und genießt bald darauf - tief verschneit - ihren vorläufigen "Ruhestand" am Bahnsteig in Harpstedt:

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18. September 2009: Lok 222 kommt in neuem Glanz zurück nach Harpstedt - leider (noch) nicht aus eigener Kraft.
Der alte Motor steht nun als Industriedenkmal vor der Halle.

 

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24. Februar 2009: seit heute steht die Lok 222 in der Halle, die die "Neue Arbeit" angemietet hat. Den Transport hat dankenswerterweise wieder die Bundeswehr durchgeführt.

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20. November 2008: Das Getriebe der Lok 222 geht zu den AMAZONE Werken nach Hude >> Zeitungsartikel DK vom 21.11.08


Oktober 2008: Ein wahres Schmuckstück - jetzt auch mit Lampen:


27. April 2008: Deutlicher Baufortschritt bei Lok 222:

Anlässlich eines Arbeitsbesuches des neuen Vereinsvorstands bei der NEUEN ARBEIT in Delmenhorst wurde von beiden Seiten die Absicht bekundet, das Projekt zu verlängern und in diesem Rahmen zu versuchen, die Lok nicht nur - wie ursprünglich geplant - als Ausstellungsstück wieder herzurichten, sondern sie möglichst fahrbereit abzuliefern.Dazu notwendig sind ein neues Getriebe sowie ein neuer Motor. Die voraussichtlichen Kosten von ca. 10.000 EUR sollen zum größten Teil über Sponsoren eingeworben werden.

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9. August 2007: Neue Arbeit für die "Neue Arbeit gGmbh" : Lok 222 geht mit Hilfe der Bundeswehr zur Aufarbeitung nach Delmenhorst

Der Transport und die Verladung der Lok wurden unentgeltlich vom Logistik-Bataillon der Lilienthal-Kaserne in Delmenhorst-Adelheide durchgeführt. Das Projekt wird von der "Neue Arbeit gGmbH" organisiert und von der ARGE Delmenhorst finanziert. Sechs ALG-II-Empfänger haben nun bis Mitte 2008 Zeit, die Lok äußerlich zu restaurieren und, wenn möglich, sogar wieder fahrbereit zu machen.
Von der Anfangsgruppe, die den Güterwagen 34 restauriert hat, konnten bereits drei Teilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.

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11. November 1994: Der folgende Zeitungsartikel erschien zur Rückkehr der Lok 222 nach Harpstedt

"Kö II" kehrte in ihre ehemalige Heimat zurück
Lokomotive mit Hilfe eines Tiefladers in den Flecken befördert

Harpstedt. Harpstedt hat sie wieder. Knapp 60 Jahre nach ihrer Geburt kehrte die alte Lok-Dame "Kö II " zurück in ihre ehemalige Heimat, an ihre alte Wirkungsstätte. Etliche Mitglieder der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde bereiteten ihr am Montag abend auf dem Harpstedter Bahnhof einen herzlichen Empfang, wohin sie mit Hilfe eines Tiefladers transportiert worden war. Unter den Empfangsbesuchern weilte auch Andreas Bramkamp. Sein Urgroßvater AdolfBramkamp war in längst vergangenen Zeiten lok-Führer auf der "Kö II" gewesen. Im Jahre 1935 hatte die rund 20 Tonnen schwere Dieselkleinlok "Kö II" auf dem Gelände der Maschinenfabrik Deutz das Licht der Welt erblickt. Sie war damals noch ausgerüstet mit einem bescheidenen 65 PS-Diesel-Motor von Mercedes, fuhr ab 1954

 

jedoch immerhin schon mit 90 "Pferdestärken". Gleich nach ihrer Geburt "adoptierte" die DHE GmbH die Lok. In den Kriegsjahren fand sie Verwendung für Munitionstransporte auf den DHE-Gleisen. Kurz vor Kriegsende wurde sie von den deutschen Einheiten wie Kriegsmaterial behandelt und gesprengt - den Alliierten sollte "Kö II" nicht in die Hände fallen. Doch allzu große "Verletzungen" zog sich die "alte Dame" bei der Sprengung nicht zu. Als Deutschland sich nach dem Krieg wieder hochrappelte, wurde sie auf die "chirurgische" Abteilung der Maschinenfabrik Schöma in Diepholz, bekannt durch den Bau von Industrielokomotioven, verlegt - und schon bald wieder als "geheilt" entlassen. In der Folgezeit wechselte "Kö II" ihre Arbeitgeber: Bis 1964 fuhr sie für die Ankum-Bersen-

 

brücker Eisenbahnlinie und wurde dann an die Firma Rethe-Speicher nach Hamburg-Wilhelmsburg verkauft. Bis 1979 leistete sie hier wertvolle Dienste. Dann schob man sie, von alten Kriegsleiden geplagt, mit einem Getriebeschaden auf ein Abstellgleis. Jahre später nahm sich der Fußballklub Wilhelmsburg der ausgemusterten Lok an. Das Gefährt wurde schließlich als Denkmal vor dem Wilhelmsburger Rathaus aufgestellt und ging in den Besitz der Stadt Hamburg über. Doch nicht alle Bürger hatten Ehrfurcht vor dem Alter der in die Jahre gekommenen Dame. So mancher fing an, sie zu beschmieren und zu demontieren. Durch einen Zufall erfuhren die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde von dem Dahinsiechen des "Denkmals" - und handel-ten. Sie machten ein echtes Schnäppchen, tauschten einen Speichenradsatz von einem

 

Waggon und eine Messing-Gedenktafel gegen die "Kö II " ein. Die ramponierte Lok wurde dann in Hamburg von einem 100-Tonnen-Kran auf einen Tieflader gehievt und nach Harpstedt geholt. Aus dem Kreis der Eisenbahnfreunde war zu erfahren, daß sich die "Kö II" irgendwann auch wieder mit eigener Kraft vor- und rückwärts bewegen soll. Und wer zweifelt schon daran, daß es den "DHEF" gelingt, das gebrechliche Stück wieder flott zu machen? Schließlich haben sie vor einigen Jahren auch die Krupp-Dampflok "Nr. 1" "gesundgepflegt".

Aus der Kreiszeitung vom 11. Nov. 1994